Smart Meter Gateway im Praxistest

In Rüsselsheim testet der Projektentwickler Allegron gemeinsam mit dem Messdienstleister noventic ein Smart Meter Gateway in der Praxis. Neben aktuellen Verbrauchsdaten werden den Mietern über das Kommunikationsnetz des Hauses Anwendungen zur Verfügung gestellt, die ihnen das Leben erleichtern sollen.

Smart Meter Gateway im Praxistest

Bis zum Jahr 2028 werden intelligente Stromzähler, sogenannte Smart Meter, für etwa 3% aller Privathaushalte hierzulande zur Pflicht. Betroffen sind nach dem Messstellenbetriebsgesetz Haushalte mit einem Verbrauch von mindestens 6.000 kWh im Jahr. Schon früher und für erheblich mehr Haushalte wirksam werden die Vorgaben der EU-Energieeffizienz-Richtlinie, die ab dem Jahr 2022 monatliche Verbrauchsinformationen vorschreibt, sofern die Wohneinheiten über fernablesbare Zähler verfügen. Diese Zähler wiederum werden 2020 bei Neuinstallationen und 2027 generell verpflichtend.

Allegron und noventic wollen nun unabhängig von den gesetzlichen Vorgaben und Fristen ein System testen, das mittels intelligenten Zählern nicht nur monatliche, sondern permanente Verbrauchsinformationen für Strom, Heizung und Wasser ermöglicht. Zudem können die Mieter sehen, wie sie mit ihrem Verbrauch im Durchschnitt des Hauses liegen und ihr Verbrauchsverhalten direkt anpassen. Die Projektpartner erwarten sich davon für die Energiekosten der Mieter ein Einsparpotenzial von 10% bis 20%.

Für das Pilotprojekt in Rüsselsheim kommen gleich mehrere der zur Unternehmensgruppe noventic gehörenden Dienstleister und Hersteller zum Einsatz. Qundis liefert die netzwerkfähige Gerätetechnik. Power Plus Communications verknüpft diese mit der sogenannten Breitband-Powerline, die das Allgemeinstromnetz der Immobilie zum Kommunikationsnetz macht, und bindet dieses wiederum an das Smart Meter Gateway an. Dieses übermittelt die Daten an eine Datenplattform, auf die der Vermieter und der Messdienstleister Kalo zugreifen können. Die Mieter bekommen ihre Verbräuche mittels der von KeepFocus entwickelten App Cards visualisiert. "Das Netzwerk ermöglicht uns einen direkten Kontakt zu den Mietern", nennt Allegron-Geschäftsführer Bernd Dillmann einen der Vorteile des Systems. Die Mieter können darüber z.B. einen Mangel melden und gleich die passenden Bilder beifügen.

Außerdem haben die Mieter die Möglichkeit, Veranstaltungen über die Plattform zu organisieren oder Ankündigungen auf einem digitalen schwarzen Brett zu machen. An das Netzwerk ist zudem eine Paketstation im Foyer des Gebäudes angebunden, an die die Bewohner ihre Päckchen liefern lassen, wo sie aber z.B. auch Gegenstände für die Nachbarn hinterlegen können.

Weitere Anwendungen sind u.a. aus dem Segment Ambient Assisted Living für Mieter im höheren Alter denkbar. Vieles ist davon in der Rüsselsheimer Immobilie aber aus Datenschutzgründen noch nicht freigeschaltet. Das System ist z.B. in der Lage, einen Alarm auszulösen, wenn bis zu einer bestimmten Uhrzeit kein Wasser in einer Wohnung verbraucht worden ist. Das könnte dafür sprechen, dass sich der Bewohner in einer Notlage befindet. Liegt der Wasserverbrauch dagegen in einer Wohnung stark über den für diese zuvor erfassten Durchschnittswerten, vermutet das System einen Wasserrohrbruch und schlägt ebenfalls Alarm.

Die installierten fernwartbaren Rauchmelder können die Luftfeuchtigkeit in den Wohnungen messen und den Mieter informieren, wenn er besser das Fenster öffnen sollte. Das beugt der Entstehung von Schimmel vor und beseitigt damit einen der typischen Streitfälle zwischen Vermieter und Mieter. Diese Funktion ist aber ebenfalls nur vorbereitet und nicht aktiv.

Die Immobilie an der Eisenstraße 58 im Rüsselsheimer Gewerbegebiet Hasengrund, die Allegron unter der Marke Diwo Living in eine Wohnanlage mit 130 Wohnungen umwandelt, verfügt selbst über eine IT-Vergangenheit: Sie beherbergte bis zum Jahr 2013 eine Niederlassung des Computerherstellers Hewlett-Packard. Der Umbau läuft voraussichtlich noch bis Februar kommenden Jahres. Viele der Mieteinheiten sind schon bewohnt. Der Vermietungsstand beträgt aktuell etwa 85%.


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Quelle: Immobilien Zeitung - Lars Wiederhold

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